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Fassadensanierung oder Renovation: Was ist der Unterschied?

Die beiden Begriffe werden im Alltag durcheinandergeworfen, meinen aber zwei verschiedene Dinge – und zwei sehr verschiedene Aufwände. Wer eine Offerte einholt, sollte wissen, wovon die Rede ist.

Kurz gesagt: Eine Renovation erneuert die Oberfläche. Eine Sanierung behebt einen Schaden darunter. Welche von beiden ansteht, entscheidet nicht der Wunsch, sondern der Zustand der Fassade.

Fassadensanierung oder Renovation: Was ist der Unterschied?

Renovation: die Oberfläche wird erneuert

Von einer Renovation spricht man, wenn die Fassade im Kern in Ordnung ist und nur der Anstrich am Ende seiner Lebensdauer steht. Der Putz trägt, es gibt keine durchgehenden Risse, keine Feuchtigkeit im Mauerwerk.

Der Ablauf ist überschaubar: reinigen, den Untergrund prüfen, einzelne schadhafte Stellen ausbessern, grundieren, neu beschichten. Das Gerüst steht je nach Objekt und Witterung ein bis drei Wochen.

Eine Renovation ist der Normalfall. Die meisten Fassaden brauchen sie alle zehn bis fünfzehn Jahre, an Wetterseiten auch früher.

Sanierung: die Ursache wird behoben

Eine Sanierung wird nötig, wenn die Bausubstanz selbst betroffen ist. Dann reicht kein neuer Anstrich – er würde den Schaden nur überdecken und wäre nach kurzer Zeit wieder sichtbar.

Typische Auslöser sind durchgehende Risse, hohlliegender Putz, aufsteigende Feuchtigkeit, abplatzende Schichten oder ein Untergrund, der den bisherigen Aufbau nicht mehr trägt. Dazu kann eine energetische Massnahme kommen, etwa wenn gleichzeitig gedämmt wird.

Entsprechend grösser ist der Umfang: Putz wird abgeschlagen und neu aufgebaut, Risse werden fachgerecht geschlossen, die Ursache der Feuchtigkeit wird gesucht und behoben. Erst danach folgt die Beschichtung.

  • Risse, die sich über mehrere Meter durchziehen
  • Putz, der beim Klopfen hohl klingt
  • Feuchte Stellen oder Ausblühungen im Sockelbereich
  • Farbe, die sich in Schollen ablöst statt zu kreiden
  • Frühere Anstriche, die schon nach wenigen Jahren wieder Mängel zeigten

Wie sich das vorab unterscheiden lässt

Vieles zeigt sich schon bei einer Begehung. Wir klopfen den Putz ab – hohl klingende Bereiche verraten sich sofort. Wir schauen den Sockel an, weil Feuchtigkeit meist von unten kommt. Und wir prüfen, ob sich der bestehende Anstrich mit dem neuen Aufbau verträgt.

Diese Prüfung ist der Grund, warum wir Fassaden nicht am Telefon offerieren. Ob eine Fassade renoviert oder saniert werden muss, entscheidet über den Aufwand – und diese Frage lässt sich aus der Ferne nicht seriös beantworten.

Was sich sagen lässt: Wer eine Fassade zu lange stehen lässt, verschiebt sie von der einen Kategorie in die andere. Solange die Beschichtung nur kreidet und ausbleicht, ist es eine Renovation. Sobald Wasser hinter den Putz gelangt, wird daraus eine Sanierung.

Wir schauen uns Ihre Fassade an und sagen ehrlich, was sie braucht – auch wenn die Antwort lautet, dass noch ein paar Jahre Zeit sind. Eine Begehung ist unverbindlich.

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