Fassade renovieren: So läuft es ab
Eine Fassade renovieren zu lassen steht bei den meisten Eigentümern nur einmal an – entsprechend unklar ist, was dabei alles auf sie zukommt. Wie lange steht das Gerüst? Kann man während der Arbeiten die Fenster öffnen? Warum dauert die Vorbereitung länger als das Streichen selbst?
Dieser Überblick beschreibt den üblichen Ablauf, wenn Sie Ihre Fassade renovieren lassen – von der Besichtigung bis zur Schlusskontrolle.

1. Besichtigung und Offerte
Am Anfang steht der Blick aufs Objekt. Eine seriöse Offerte lässt sich nicht am Telefon erstellen, weil zu viel vom Zustand abhängt: Wie fest sitzt der Altanstrich? Gibt es Risse, und welcher Art? Ist Algenbefall vorhanden? Wie ist die Zugänglichkeit für das Gerüst?
Aus dieser Begehung ergibt sich, welches System sinnvoll ist und wie viel Vorarbeit nötig wird. Beides bestimmt Aufwand und Dauer stärker als die reine Fläche.
2. Gerüst und Absicherung
Vor Arbeitsbeginn wird eingerüstet. Je nach Lage braucht das Vorlauf – etwa wenn eine Fassadenseite nur über das Nachbargrundstück erreichbar ist oder wenn öffentlicher Grund beansprucht wird und eine Bewilligung nötig ist.
Pflanzen, Fenster, Türen und Bodenflächen werden abgedeckt. Bei Reinigungsarbeiten mit Wasser ist das kein Nebenpunkt: Was nicht abgedeckt ist, wird nass.
3. Reinigung und Untergrundvorbereitung
Dieser Schritt entscheidet über die Haltbarkeit – und er nimmt bei alten Fassaden oft mehr Zeit in Anspruch als der Anstrich selbst.
Die Fläche wird gereinigt, loser Altanstrich entfernt, mikrobieller Bewuchs behandelt. Risse werden je nach Ursache ausgearbeitet und geschlossen, schadhafte Putzstellen ausgebessert. Anschliessend folgt eine Grundierung, die zum Untergrund passt.
Wer hier spart, sieht das Ergebnis nicht sofort, sondern nach drei bis fünf Jahren – wenn sich die neue Beschichtung stellenweise löst oder der Algenbefall zurückkommt.
4. Anstrich
In der Regel folgen zwei Anstriche. Zwischen den Durchgängen sind Trocknungszeiten einzuhalten, die vom Produkt und vom Wetter abhängen – bei hoher Luftfeuchtigkeit verlängern sie sich.
Aus diesem Grund lässt sich der Endtermin bei Aussenarbeiten nie auf den Tag genau zusagen. Ein seriöser Terminplan enthält Wetterpuffer statt Wunschdaten.
5. Abbau und Schlusskontrolle
Nach dem Abtrocknen werden Abdeckungen entfernt und das Gerüst abgebaut. Vor dem Abbau lohnt sich eine gemeinsame Begehung, solange die Fassade noch zugänglich ist – Nacharbeiten sind dann ohne erneutes Einrüsten möglich.
Bei dieser Schlusskontrolle gehen wir die Flächen mit Ihnen durch. Was Ihnen auffällt, wird notiert und erledigt, bevor das Gerüst verschwindet.
Wie lange dauert das Ganze?
Für ein Einfamilienhaus ist mit ein bis drei Wochen zu rechnen, abhängig von Grösse, Zustand und Witterung. Der grösste Unsicherheitsfaktor ist das Wetter: Regen und tiefe Nachttemperaturen unterbrechen die Arbeit, und diese Tage lassen sich nicht aufholen.
Deshalb planen wir Aussenarbeiten mit Reserve. Ein Termin, der jede Schönwetterphase voraussetzt, hält selten.
Wenn Sie wissen möchten, wie der Ablauf bei Ihrem Objekt konkret aussieht: Wir schauen es uns an und erklären Ihnen den Weg von der Vorbereitung bis zur Abnahme.








